Wer kennt es nicht, kurz vor Ende der Trainingsrunde, noch mal die letzten Kräfte mobilisiert und einen grandiosen Sprint hingelegt. An der Haustür angekommen wünscht man sich ein Sauerstoffzelt herbei und bereut seinen Übermut.

Oder nach längerer Trainingspause ist man endlich wieder hoch motiviert und will gleich so richtig durchstarten. Was gibt es denn auch schon besseres als tägliches Training und selbstverständlich wird erst dann aufgehört, wenn die Leistungsgrenze erreicht ist.

So oder so ähnlich, kommt Ihnen das bekannt vor?

Dann kennen Sie sicher auch das Phänomen, dass Sie schnell keine Lust mehr auf Ihr Training haben. Sie geben drei oder vier Wochen alles, dann ist die Luft raus. Und zu Ihrem Erstaunen werden Sie immer schlechter anstatt besser.

Da kann ja etwas nicht mit Ihnen stimmen. Bestimmt sind es Ihre schlechten Gene. Während Sie sich noch in Gedanken bei Ihren Eltern für Ihr Genmaterial bedanken, lassen Sie es sich gesagt sein, das ist nicht so. Ihre Trainingsplanung ist an Ihrem Ziel vorbei geschossen.

Auf die richtige Trainingsplanung kommt es an!

Bevor eine sinnvolle Trainingsplanung überhaupt stattfinden kann, geht es darum, Ihre aktuelle Leistungsfähigkeit zu ermitteln. Denn diese bildet die Grundlage für eine zielführende Trainingsplanung.

Wir nutzen zur Bestimmung des Status Quo unseren Fitness- und Gesundheitscheck. Hier erfassen wir neben Ihren Vitalparametern auch Ihre aktuellen Lebensumstände und je nach Zielsetzung auch das momentane Ernährungsverhalten, um so ein passgenauen Trainings- und Ernährungsplan erstellen zu können.

Haben Sie Ihren Status Quo bestimmt, geht es im nächsten Schritt darum, sich für Ihre Zielsetzung auf Grundlage der Ausgangsposition ein optimales Verhältnis zwischen Kraft- und Ausdauertraining zu bestimmen. Ein Beispiel: Sie möchten abnehmen. Dabei ist das ideale Verhältnis von Kraft- zu Ausdauertraining 2:1.

Das bedeutet Sie sollten zwei Kraft- und eine Ausdauereinheit pro Woche absolvieren. In unserem Beispielziel, dem Abnehmen, spielt natürlich auch die Ernährung eine zentrale Rolle. Um genau zu sein macht diese 70% von Ihrem Erfolg aus. Deswegen empfehlen wir Ihnen den Blogbeitrag „Warum wenig essen nichts bringt“ ebenfalls zu lesen.

Zusätzlich können Sie sich in den Blogartikeln Grundlagen des Krafttrainings und Grundlagen des Ausdauertrainings einen gute Grundlage zu den unterschiedlichen Trainingsformen aneignen.

Superkompensation – Der Goldweg zwischen An- und Entspannung

Wie in der Überschritt schon beschrieben, ist ein wichtiger Faktor für Ihre Trainingsplanung das Berücksichtigen des Prinzips der Superkompensation.

Anderes ausgedrückt: Sie berücksichtigen in Ihrem Trainingsplan die Anpassungsfähigkeit Ihres Körper auf einen gesetzten Trainingsreiz, um so im optimalen Zeitpunkt den nächsten Reiz zu setzten.

Zu kryptisch? Dann ist der Blogbeitrag Superkompensation eine Pflichtlektüre für Sie.

Ja, aber ich bin immer so platt, wenn ich von der Arbeit komme

Natürlich kann Ihr beruflicher Alltag energiefordernd sein. Doch bedenken Sie eines: Wer Energie haben will, muss Energie verbrauchen.

Lesen Sie den Blogartikel, wie Sie mehr Energie im Alltag gewinnen können: 6 Tipps gegen Energielosigkeit

Das ist ein weiterer Praxistipp: Verlegen Sie Ihr Training auf den Morgen. Sie bringen so Ihren Motor schon mal richtig auf Touren für den Tag. Versprochen, sobald Sie sich daran gewöhnt haben Ihr Training morgens durchzuführen, wollen Sie diese Energiespritze nicht mehr missen.

Verstehen Sie Ihr Gehirn, dann wissen Sie, wie leicht das Dranbleiben ist

Eine ausführliche Funktionsbeschreibung finden Sie in dem Blogartikel: Funktion des Gehirns.

Wie in dem Blogbeitrag beschrieben geht es darum, sich das Ziel in kleine realistische Einheiten zu zerlegen und sich gleichzeitig Faktoren zu suchen, die einem helfen, die Freude und den Spaß bei dem angestrebten Ziel nicht zu verlieren.

Zusammenfassung

Zum Erreichen eines sportlichen Zieles ist es nicht anders als in anderen Bereichen. Einfach drauf los laufen ist oftmals nicht sehr erfolgsversprechend. Mit einer soliden Planung sieht es da schon anders aus.

Zumal so schnell sichtbar wird, wo der eigene Plan vielleicht noch die eine oder andere Lücke hat. Sei es im Verständnis einer oder mehrere Trainingsformen oder wie eine unterstützende Ernährungsform aussehen kann. Denn immerhin macht dieses 70% vom Erfolg aus.

Deswegen hier in der Übersicht alle sinnvollen Schritte von oben nach unten durchgehen und erst dann in die Bewegung kommen:

  • Status Quo bestimmen: Wie sieht Ihr Alltag aus? Wie Ihre aktuelle Leistungsfähigkeit?
  • Für die eigene Zielsetzung auf das richtige Verhältnis von Kraft- und Ausdauertraining achten
  • Das Prinzip der Superkompensation in die Planung mit einbeziehen
  • Für Energie und Motivation sorgen
  • Durch regelmäßiges Prüfen der Ergebnisse herausfinden, ob der Weg stimmt

Beherzigen Sie diese fünf einfachen Schritte, dann werden Sie sich wundern wie schnell Sie bei Ihrem Ziel angekommen sind.