Februar 26

4 Tipps aus dem Führungskräfte Coaching, wie du mit dem Sender-Empfänger-Modell zielgerichtet kommunizierst

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Als Führungskraft kommt deiner Kommunikation eine entscheidende Rolle zu. Egal, ob du deinem Team eine mündliche Anweisung gibst oder schriftlich an die Chefetage berichtest – wenn die Kommunikation zwischen den Beteiligten nicht stimmt, kann es passieren, dass dein Team die vereinbarten Ziele nicht erreicht oder deine Position in Frage gestellt wird. 

Von solchen Fällen höre ich in meinem Führungskräfte Coaching sehr oft. Missgelungene Kommunikation ist einer der wesentlichen Punkte, den viele Führungskräfte verbessern wollen. Sie wissen genau, wie wichtig ist es, zielgruppenorientiert zu kommunizieren, damit die Mitarbeiter die festgelegten Aufgaben richtig umsetzen und am Ende die Ergebnisse stimmen.

Prinzipiell basiert Kommunikation auf einem simplen Prinzip: Der Sender formuliert eine Nachricht die der Empfänger verarbeitet. Allerdings kann bei diesem eigentlich simplen Prozess eine Menge schiefgehen. Denn das, was Person A meint, kommt bei Person B nicht immer genauso an. Missverständnisse und Fehlinterpretationen in der Kommunikation können nicht nur eine private Beziehung erschweren, sondern auch Leadership kompliziert machen. 

Deswegen möchte ich in diesem Artikel auf ein paar wesentliche Aspekte des Sender-Empfänger-Modells eingehen. Dieses Konzept entstammt der Kommunikationswissenschaft und erklärt, warum und wann Kommunikation gelingt (oder eben nicht). Ich nutze dieses Modell selbst sehr oft mit meinen Klienten*innen im Führungskräfte Coaching, weil es sowohl verständlich als auch effektiv ist. 

Das Sender-Empfänger-Modell im Führungskräfte Coaching

Wenn man es ganz genau nimmt, gehören zu einem Kommunikationsprozess immer zwei Seiten: die eine Seite sendet die Botschaft, die andere Seite empfängt die Botschaft. Ziel einer Kommunikation ist es dementsprechend, dass der Empfänger die Botschaft des Senders entschlüsselt und versteht. 

Bei meiner Arbeit im Führungskräfte Coaching stelle ich aber immer wieder fest, dass Sender und Empfänger oft nicht „die gleiche Sprache sprechen” und die Übermittlung der Botschaft daher nicht reibungslos funktioniert. Ein gutes Beispiel dafür ist Ironie: Der Sender meint einen Sachverhalt nicht ganz ernst, was aber der Empfänger jedoch nicht versteht. Irritationen auf beiden Seiten sind also quasi vorprogrammiert.

Wie also kannst du nun das Sender-Empfänger-Modell für dich als Führungskraft nutzen, damit es eben nicht zu solchen Irritationen und Missverständnissen kommt? Hier 3 Tipps aus der Praxis des Führungskräfte Coaching …

Tipp #1: Frage dich, wie der Empfänger deine Botschaft aufnehmen könnte.

Wir Menschen sind alle unterschiedlich. Niemand ist gleich. Das gilt auch und insbesondere in unserem Kommunikationsverhalten. Während die einen vielleicht empfänglicher für Untertöne sind oder besser zwischen den Zeilen lesen können, überfliegen andere Nachrichten nur auf die wichtigsten Fakten hin.

Und genau das beeinflusst natürlich mit, wie Botschaften von einem Empfänger entschlüsselt werden. Denn auch, wenn Informationen aus gesprochener und geschriebener Sprache bestehen (also aus einer Art Zeichencode), wird dieser Zeichencode nicht von jeder oder jedem gleichermaßen verstanden.

Die eigene Persönlichkeit, die individuellen Erfahrungen oder auch das Bildungsniveau sind hier Faktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen. Das bedeutet für dich, dass du dir diese Faktoren bewusst machen und berücksichtigen solltest, wenn du schriftlich oder auch mündlich kommunizierst.

Überlege dir vorher kurz, was den Empfänger als Menschen auszeichnet, was seine Charaktereigenschaften sind, wie du ihn oder sie bisher erlebt hast und was eventuell einer gelingenden Kommunikation im Wege stehen könnte. So kannst du mögliche Hindernisse zwischen dir als Sender und der anderen Person als Empfänger schon vorher in großen Teilen ausräumen oder zumindest reduzieren.

Tipp #2: Überprüfe, ob alle wesentlichen Informationen genannt sind.

Während es im ersten Tipp vor allem um das „Wer” ging (also wer der Empfänger deiner Botschaft ist), geht es bei diesem zweiten Tipp besonders um das „Was”, also um den konkreten Inhalt deiner Nachricht.

Ich habe es früher vor meiner Selbstständigkeit selbst sehr oft erlebt, dass ich eine Anweisung von meinem Vorgesetzten bekam, aber gar nicht richtig verstanden habe, was ich eigentlich machen sollte, oder noch mehrere Male nachfragen musste. Warum? Weil Informationen fehlten. Auch du hast es bestimmt schon erlebt, dass du eine Mail bekommen hast, aber noch diverse Male beim Sender nachfragen musstest, weil der Inhalt nicht klar war.

Oft ist es so, dass wir davon ausgehen, dass unser Empfänger über das gleiche (implizite und explizite) Wissen verfügt, das auch wir haben. Dies ist aber meistens gar nicht der Fall. Stattdessen muss er oder sie dann aufgrund dieses fehlenden Wissens die erhaltenen Botschaften anders interpretieren. Aber diese Interpretation entspricht oft nicht dem, was der Sender eigentlich damit sagen sollte.

Bevor du also schriftlich oder mündlich kommunizierst, solltest du überlegen, welches die wesentlichen Informationen sind, und ob du diese alle berücksichtigt hast. Das macht es dir und deinem Empfänger langfristig einfacher.

Tipp #3: Die Reaktion vom Empfänger ist das wichtigste

Nach dem du deine Botschaft an deinem Empfänger verschickt hast, wird er oder sie diese Decodieren. Durch seine Reaktionen – Man kann nicht Kommunizieren – kannst du sehr schnell ablesen, ob deine Botschaft richtig bei deinem Gegenüber angekommen.

Hast du schon mal von der 55-38-7 Regel gehört? Jede Botschaft wird aus 55% Körpersprache, 38% Stimme und 7% Inhalt zusammengesetzt. Das gleiche passiert beim Decodieren. Das bedeutet, du kannst anhand der Reaktion des Empfänger sehen wie die Botschaft angekommen ist.

Führungskräfte Coaching

Die Mimik ist die Bühne der Emotionen. Durch mimische Ausdrücke (diese sind in der Regel kürzer als 300 Millisekunden) erhältst du ein ehrliches Feedback. Das ist z.B. beim Verkaufen von neuen Ideen oder Projekten extrem wichtig. So erkennst du, ob dein gegenüber z.B. Angst verspürt, wenn du von deinem neuen Vorhanden erzählst und kannst direkt die nicht ausgesprochenen Einwände aufgreifen und entkräften.  

Tipp #4: Achte auf das Feedback, das du im Unternehmen bekommst.

Wir alle hören nicht gerne Kritik. Gerade Führungskräften fällt es oft nicht leicht, die Rückmeldungen ihrer unterstellten Mitarbeiter anzunehmen. Wenn dein Team dir aber gehäuft zurückmeldet, dass deine Botschaften unvollständig oder missverständlich sind, dann nimm dieses Feedback ernst. 

Natürlich fällt dir das im ersten Moment nicht leicht. Aber genauso wird es deinen Mitarbeitern sicherlich nicht leichtgefallen sein, dich (indirekt) zu kritisieren. Niemand ist perfekt. Deswegen prüfe, ob es sich bei den Rückmeldungen oft um Feedback gleicher Art handelt, ob bestimmte Muster erkennbar sind.

Denn auch in unserer Kommunikation greifen wir oft auf gewohnte Schemata zurück, die wir uns vielleicht irgendwann einmal angewöhnt haben, die aber möglicherweise nicht immer zielführend sind. 

Gerade bei schriftlicher Kommunikation kannst du ohne viel Aufwand ermitteln, ob an den Worten deines Teams vielleicht etwas Wahres dran ist. So kannst du bei deinen nächsten Anweisungen oder Briefings bewusster darauf achten, ob sie bereits im Vorfeld so formuliert sind, dass sie bestmöglich beim Empfänger ankommen.

Zusammenfassung: Das Sender-Empfänger-Modell im Führungskräfte Coaching

Wenn Führungskräfte zu mir ins Coaching kommen, ist die Reflexion und Optimierung ihrer Kommunikation ein essentieller Punkt. Denn die tägliche Arbeit kann so viel einfacher sein, wenn es nicht zu Missverständnisschen und Irritationen in der Zusammenarbeit mit Kollegen*innen kommt.

Wenn auch du an deiner Kommunikation mit deinem Team oder deinen eigenen Vorgesetzten arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir, mit den in diesem Artikel genannten Tipps zu beginnen:

  1. Frage dich, wer deine Botschaft empfängt.
  2. Überprüfe, was deine Botschaft enthält.
  3. Nimm das Feedback dazu ernst.

Im persönlichen Coaching arbeite ich mit meinen Klienten*innen an genau diesen Punkten, da oft Muster das eigene Kommunizieren bestimmen, die einem selbst meistens nicht bewusst sind.

Wenn du praktisch und begleitet an deiner Kommunikation arbeiten möchtest, dann kontaktiere mich gerne über den Button unten. Du hast dann die Möglichkeit dir einen Termin für ein unverbindliches Gespräch mit mir auszusuchen. 

Dieses Erstgespräch ist absolut kostenlos für dich und hat das Ziel, einmal ganz ungestört darüber zu sprechen, was du an deiner Kommunikation als Führungskraft verbessern könntest und welche Möglichkeiten du aus Coaching-Perspektive dazu hast. 

Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir schon einmal einen ersten Schritt weiterhelfen, und ich freue mich, von dir zu hören!


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