Früher war das alles kein Problem: Das Aufheben von heruntergefallenen Gegenständen, das In-die-Hocke-gehen oder das Umdrehen, wenn wir hinter uns schauen. Doch mit der Zeit hat die Beweglichkeit nachgelassen. Was können Sie tun, um sie zu verbessern und auch zu erhalten?

Was schränkt Ihre Beweglichkeit ein?

Aus ganz unterschiedlichen Gründen kann der Bewegungsumfang eines Gelenkes eingeschränkt sein. Dazu gehören Verletzungen, Muskelverkürzungen oder -verspannungen, verklebte Faszien und auch verhärtete Gelenkkapseln. Vor allem Gelenke wie die Hüfte, Schultern, Knie und die Wirbelsäule sind oft nicht in vollem Umfang beweglich durch unsere einseitige, alltägliche Belastung. Ein Mangel an abwechslungsreicher Bewegung sorgt dafür, dass die oben genannten Einschränkungen auftreten können.

Mangelnde Beweglichkeit verschlimmert sich oft, wenn nichts dagegen unternommen wird, so dass es zu Beschwerden und Verletzungen kommen kann. Ein typisches Beispiel ist das Umknicken des Fußes: Ein unbeweglicher Körper hat Mühe damit, fehlerhafte Bewegungen wie  das Umknicken des Fußes aufzuhalten.

Was können Sie dagegen tun?

Das Zauberwort lautet in diesem Fall: Mobilisation! Es gibt unterschiedliche Arten, wie Sie Gelenke mobilisieren können, aus unserer Erfahrung heraus haben wir einige gut funktionierende Methoden für das jeweilige Problem zusammengefasst.

Verletzungen

Wenn Sie Einschränkungen Ihrer Beweglichkeit aufgrund von einer Verletzung haben, sorgen Sie zunächst dafür, dass Ihre Verletzung vollständig ausheilt, bevor Sie damit beginnen an der entsprechenden Stelle zu mobilisieren. Denn sonst kann es sein, dass Sie sich mehr schaden, als Gutes zu tun.

Muskelverkürzungen

Wenn ein Muskel über längere Zeit zum Beispiel durch Ihr alltägliches Tun und eventuell zusätzliches, falsch ausgeführtes Muskeltraining nicht in seinem vollen Bewegungsausmaß bewegt wird, verkürzt der Muskel nach und nach.

Ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, dass Sie oft mit rundem Rücken beim Arbeiten sitzen. Durch das häufige Sitzen mit rundem Rücken hat sich die Bauchmuskulatur verkürzt. So können Sie sich gar nicht mehr richtig aufrichten, da Ihre Bauchmuskeln das nicht mehr zulassen.

Helfen zwei Methoden: Zum Einen sollten Sie alle Übungen, die Sie im Training durchführen, über den gesamten Bewegungsradius auszuführen. So lernt der Muskel, dass er in seinem vollen Umfang gebraucht wird und baut sich auch entsprechend auf. Zum Anderen können Sie durch gezieltes Stretching verklebte Muskelfasern voneinander lösen und die maximale Länge des Muskels wiederherstellen.

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen oder auch Muskelverhärtungen treten durch unseren alltäglichen Bewegungsmangel oder sehr einseitige Belastungen häufig auf. Zum Thema Rücken und Nacken haben wir bereits einen Aritkel geschrieben (Klicken für mehr Informationen: „11 Tipps gegen Rückenschmerzen und Nackenschmerzen„).

Generell ist ein verhärteter Muskel überlastet und geht in eine Schutzfunktion über. Verspannte Nackenmuskeln, zum Beispiel, sorgen dafür, dass wir unser Rückenmark nicht beschädigen durch falsche Bewegungen, weil die Nackenmuskulatur die Bewegungen wegen ihrer Ermüdung nicht mehr korrigieren kann. Dann ist keine Bewegung besser, als eine falsche, entscheidet Dein Körper, und verspannt.

Hier hilft Bewegung am besten. Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz kann Ihnen ebenfalls viele Beschwerden ersparen, lesen Sie dazu in dem Artikel „Der gesunde Arbeitsplatz“ weiter. Auch das Lösen der Faszien um einen verspannten Muskel herum bringt schnell Entspannung.

Verklebte Faszien

Im Artikel „Was ist Faszientraining?“ haben Sie bereits einen Überblick über das Faszientraining bekommen. Faszien sind ein sehr häufiger Grund für Bewegungseinschränkungen und das Lösen verklebter Faszien führt schnell zu Verbesserungen und zur Linderung von Beschwerden.

Ein geschmeidiges, gut trainiertes Fasziensystem sorgt neben der verbesserten Beweglichkeit auch für eine deutlich bessere Körperwahrnehmung. So bemerken Sie viel eher, wenn Sie eine falsche Bewegung ausführen. Im Fall des Umknickens reagiert Ihr Körper viel eher, weil die Signale präziser über die Faszien in Ihrem Gehirn ankommen.

Verhärtete Gelenkkapseln

Besonders in der Hüfte sind die Gelenkkapseln, also die Hülle, die Ihre Gelenke umgibt und in denen die Gelenkflüssigkeit produziert wird, bei vielen Menschen sehr verhärtet. Das führt dazu, dass man deutlich weniger Bewegungsumfang sowohl in den Beinen als auch im Rumpf hat. Viele Rückenbeschwerden sind einer immobilen Hüfte geschuldet.

Auch hier ist durch das viele Sitzen und die mangelnde Bewegung in unserem Alltag die Geschmeidigkeit des Kapselgewebes abhanden gekommen. Am besten hilft hier regelmäßige und abwechslungsreiche Bewegung.

Kampfkunst und Beweglichkeit

In kaum einer anderen Bewegungsform wird Ihre Beweglichkeit so trainiert, wie in der Elitary Club Kampfkunst. Dabei werden alle oben genannten Elemente ganz von selbst eingebracht. Daran wird wieder deutlich, wie viel Know-How letztendlich in diesem Kampfkunstsystem steckt, was auch uns immer wieder aufs Neue fasziniert.

Der richtige Einstieg

Nur im richtigen Maß und gezielt angewendet macht eine Mobilisation für Sie Sinn und bringt Sie schnell zum Erfolg. Der Elitary Club Fitness- und Gesundheitscheck analysiert ganz genau, wo Sie Defizite in Ihrer Beweglichkeit haben und welche Muskulatur zum Beispiel zu schwach ist oder auch gut ausgebildet ist und zunächst weniger hart trainiert werden sollte.

Wenn Sie mehr zu unserem Fitness- und Gesundheitscheck erfahren möchten, kommen Sie gerne auf uns zu oder schreiben Sie Ihre Frage unten in die Kommentare.